Begriffe Ver­sicherungs­makler und Finanzmakler

Ver­sicherungs­makler sind nicht vertraglich an eine Versicherungsgesellschaft gebunden, sondern arbeiten im Auftrag der Versicherungsnehmer! Das bedeutet: Der Makler muss stets so handeln, dass für den Versicherungsnehmer am Ende das Beste herausspringt. Makler gelten nach dem deutschen Handelsrecht als Kaufleute

Finanzmakler ist eine umgangssprachliche Sammelbezeichnung für sämtliche Makler, die im Finanzwesen Anlagevermittlung, Finanzberatung, Kreditvermittlung oder Versicherungsvermittlung betreiben.

Ihr Ver­sicherungs­makler und Finanzmakler Freiburg bietet Ihnen die Welt aus beidem.

 

Makler

 

Der Makler, auch als Broker bezeichnet, ist an kein Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men gebunden. Er erhält vom Kunden einen Beratungs- und Vermittlungsauftrag. Seine Loyalität besteht in erster Linie dem Kunden bzw. Mandanten gegenüber. Fehler des Maklers werden dem Versicherungsnehmer zugerechnet.

Im Auftrag des Kunden bewertet der Makler den Markt nach den Anforderungskriterien des Versicherungsnehmers. Ein entscheidendes Kriterium ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, aufgrund dessen gibt der Ver­sicherungs­makler eine Empfehlung ab. Diese Marktbewertung findet je Versicherungszweig getrennt statt.

Ver­sicherungs­makler werden, wie die anderen Versicherungsvermittler, in einer zentralen und öffentlichen Datenbank registriert, dem Versicherungsvermittlerregister. Es wird beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag geführt. Von den 254.609 in Deutschland registrierten Versicherungsvermittlern haben 46.227 den Maklerstatus. Diese Zahl ist jedoch rückläufig und der Altersdurchschnitt der Versicherungsvermittler beträgt mittlerweile 49 Jahre. Voraussichtlich werden viele der Makler in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen, darunter etliche, die keine rechtzeitigen Nachfolgeregelungen getroffen haben.

Gemäß dem Urteil des BGH vom 22. Mai 1985, Az.: IVa ZR 190/83 ist der Makler ein sogenannter Sachwalter des Kunden und hat damit im Bereich der Finanzdienstleistung, also der Tätigkeit als unabhängiger Finanzberater und freier Ver­sicherungs­makler, eine ähnliche Stellung wie ein Rechtsanwalt oder Steuerberater. Er hat die Interessen seines Kunden zu vertreten, einen ausreichenden Marktüberblick zu gewährleisten, diesen nachzuweisen und kann vom Kunden haftbar gemacht werden.

Berufszugang

Voraussetzung für die Ausübung des Berufs ist eine Gewerbeanmeldung sowie eine spezielle Gewerbeerlaubnis für die Versicherungsvermittlung. Um diese Erlaubnis zu erlangen, muss der Antragsteller

  • die erforderliche Sachkunde nachweisen,
  • eine ausreichende Deckung in der Berufshaftpflichtversicherung belegen und aufrechterhalten sowie
  • die erforderliche Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen